06.04.10
Rausmodernisiert?
Von 150 auf über 800 Euro soll die Miete einiger unserer Mitglieder steigen - die Erhöhung käme einer Entmietung gleich.
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Umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen stünden demnächst ins Haus, wie die Vermieterin, eine Gesellschaft, den Bewohnern dreier Objekte in der Nähe der Sebalder Höfe mitteilte. Grob wurden diese auch schon einmal umrissen - die Arbeiten wurden für den kommenden Sommer angekündigt. Zudem, kämen natürlich Kosten auf die Mieter zu. Das Gesetz erkennt eine Modernisierungsmieterhöhung von 11% der aufgewendeten Kosten als zulässig an. Bei einer Investitionssumme von mehr als 70.000 Euro - für eine Wohnung (!) - ergäben sich für die Mietpartei sage und schreibe 650 Euro. Steigerung, wohlgemerkt. Der absolute Mietpreis soll zukünftig bei rund 800 Euro liegen. Einige Mieter zahlen bisher nur rund 150 Euro Miete. Glaubt die Eigentümergesellschaft allen Ernstes, auch nur einer der Mieter, die eine solche Miete zahlen, könne sich die neue leisten? Die Absicht ist offensichtlich: hier sollen Wohnungen im attraktiver und teurer werdenden Umfeld der neuen Sebalder Höfe „freimodernisiert“ werden. Wir können nur empfehlen, sich gegen ein solches Verhalten zur Wehr zu setzen. Die Rechtsprechung hat glücklicherweise einige wegweisende Urteile gefällt und derartigem gewinnmaximierenden Treiben deutliche Grenzen gesetzt.
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